Sie sind hier: Gewerbe > Gewerbeverein > Pressemitteilungen > 
21.11.2017 : 9:02 : +0100

Freiberger Blick vom 28.10.09

Die "Freie Presse" vom 26.10.09 berichtet

In Frauenstein wächst ein Trinkwasserwald


Freiwillige pflanzen die ersten 100 Bäume für zwei Hektar neue Waldfläche - Jugendherberge, Umweltverein und Biobrause-Hersteller machten mobil



Frauenstein. "Seit 100 Jahren Gemeinschaft erleben" ist der aktuelle Leitspruch des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH). Am Samstag fand in der Jugendherberge Frauenstein eine besondere Gemeinschaftsaktion statt - für die Umwelt: 120 Freiwillige schufen zwei Hektar neue Waldfläche.
Mit Unterstützung des Vereins Trinkwasserwälder und des Getränkeherstellers Bionade wurden am bewaldeten Ortsrand von Frauenstein 100 Laubbäume gepflanzt. Die vorhandene Nadelwald-Monokultur soll sich so zu einem Mischwald wandeln. "Die Menschen sollen das Gefühl bekommen, dass die Dinge, die man vor Ort tun kann, Erfolge bringen. Man kann auch lokal, vor der eigenen Haustür die Welt retten, ohne dafür nach Australien
reisen zu müssen", sagte Heiner Rupsch, Vorsitzender des Vereins Trinkwasserwälder.

Mehr sauberes Grundwasser


Als Aktion zum 100-jährigen Bestehen des DJH hatte die Umwelt-Aktion das Ziel, bis zu 800.000 Liter mehr sauberes Grundwasser pro Hektar und Jahr zu sammeln. Dazu stellte die Firma Bionade GmbH zwei Hektar Land zur Verfügung und pflanzte zusammen mit weiteren Umweltschützern den 6. Trinkwasserwald, diesmal in Erzgebirge. "Es ist uns wichtig, den Kindern zu zeigen, dass man als Unternehmen auch Verantwortung für die Umwelt übernehmen muss", so Bionade-Geschäftsführer Peter Kowalsky.
Vor allem junge Buchen und Bergahorne fanden im Rahmen der Veranstaltung "100 Jahre - 100 Bäume" ihren Platz unter der Herbstsonne. Heute soll der symbolische Akt von den Fachkräften fortgesetzt werden. "Insgesamt sollten 10.000 Bäume gepflanzt werden", so Gerd Mädler, Vorstandsmitglied des DJH-Hauptverbandes.
Die fleißigen Helfer waren vor allem Schüler, Familien, Mitglieder der Grünen Liga und Förster des Forstbetriebes Marienberg. Man brauchte nicht viel mehr als einen Spaten und guten Willen, um mitzumachen. Auch Familie Schulze-Klaue aus Frauenstein fühlte sich von der Idee angesprochen, etwas für die Umwelt zu tun und zugleich etwas Gemeinsames zu schaffen. Die Eltern wollen ihren Kindern ein umweltbewusstes Verhalten vorleben. Und Sohn Nico fühlte sich sichtlich wohl inmitten der Natur.

Grüner Stern als Stadtsymbol


Auch der Gewerbeverein Freiberg (Fehler, es muß lauten Frauenstein) setzte ein Zeichen für die Umwelt. Zusammen mit Frauensteins Bürgermeister Reiner Hentschel ließen Thomas Uhlmann und sein Team die Symbolik der Stadt sprechen: Frauenstein und seine fünf Ortsteile, die aus der Vogelperspektive
einem Stern ähneln, wurden durch Bäume in einem grünen Stern vereinigt. "Eine weitere Aktion wird zur Eröffnung der Turnhalle folgen. So können künftig auch benachbarte Gemeinden integriert werden", kündigte Uhlmann an.
Der Tag der offenen Tür in der Jugendherberge, der am Nachmittag begann, stand ebenfalls im Zeichen des Umweltschutzes. Kinder und Jugendliche wurden mit einer Falkenshow und kreativem Gestalten animiert. "Umweltbildung ist ein wichtiger Teil der Jugendherberge. Wir bringen im Laufe des ganzen Jahres die Natur unseren Kindern näher", sagte Leiterin Elke Dienel. Auch das Umweltbewusstsein der Jüngsten wurde reichlich angeregt, mit Hilfe der Figuren Frau Wasser und Herrn Wald sowie durch die Gestalt des Graslöwen, der seit zehn Jahren bemüht ist, auch Kinder mit Migrationshintergrund besser in der Gesellschaft zu integrieren. Interview