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25.11.2017 : 10:39 : +0100

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Stadtfest 2011

Liebe Einwohner,

nun ist es Geschichte - das Stadtfest mit den Höhepunkten "600 Jahre Stadtrecht – 20 Jahre Städtepartnerschaft und das 4. Bobritzschtaltreffen".
Im Großen und Ganzen können wir sagen: "Es war ein gelungenes Fest."
Doch ohne die vielen Helfer, Akteure und Sponsoren wäre uns das sicher nicht gelungen.
Auf Grund dessen ist es uns als Stadt ein großes Bedürfnis, all denen zu danken, die durch ihr ehrenamtliches Engagement einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Stadtfestes geleistet haben.

Natürlich gab es auch einige negative Dinge über die wir nachdenken sollten  und auswerten müssen, um bei künftigen Veranstaltungen eine noch bessere Vorbereitung und Durchführung zu gewährleisten.

Doch wie heißt es so schön: "Nur wer nichts tut – macht keine Fehler".

Mit einem weiteren Spruch: "Dank ist der schönste Lohn" möchte ich überleiten zu einem herzlich geschriebenen Brief aus unserer Partnerstadt
Zell a.H., über den sich gewiss die Benannten ebenso freuen wie ich als Bürgermeister unserer Stadt.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
Ihnen und allen Beteiligten noch einmal ganz herzlichen Dank für die Feier 20 Jahre Partnerschaft und 600 Jahre Verleihung des Stadtrechts in Frauenstein!

Wie viel an Vorarbeit, Planung, Organisation, Terminen, Zeit, Initiative und vieles mehr da nötig war und geleistet wurde, kann man nur erahnen.

Gestatten Sie mir, einige persönliche ,,Impressionen" zu nennen - bitte übermitteln Sie meinen Dank auch all denen, die da mitgeholfen / mitgeplant / mit gearbeitet haben, um Frauenstein an diesen Festtagen so schön darzustellen und die Tage für alle zu einem ganz besonderen Erlebnis werden zu lassen­

Historie an ganz vielen Häusern der Stadt- unendlicher Fleiß und Forschungsarbeit waren da nötig, all die Informationen zusammen zu tragen - als "Fremder" bekam man so einen guten Einblick in die wechselnden Geschicke der Stadt. Die Läden, die ihre Schaufenster "wie in alten Zeiten" dekoriert hatten... welch schöne Idee!

Das Silbermann-Museum - ich habe eine Menge gelernt über die Gebrüder Silbermann und darüber, wie eine Orgel funktioniert- erklärte sich doch die zuständige Dame trotz Zeitdruck bei angemeldeten Gruppen bereit, für uns vom Zeller Roten Kreuz mit viel Kenntnis einiges zu erläutern, was für mich mit dem Namen Silbermann und dem Anhören von Orgelkonzerten verbunden bleiben wird. Die "Hexen-Spinnerin" im Schloss - allein dem Spinnen zuzusehen und dabei zu lernen, woher das Wort „verhaspeln" kommt - auch das eine bleibende Erinnerung.

Mit viel Sorgfalt wurden im Schlosshof Balken und Nuten gesägt, ein Lehm-Backofen gebaut, dazu das Singen der Legende vom Hasen im Rausch - einfach köstlich. Ich werde versuchen, die CD von jazz/lyrik/prosa zu bekommen.

Bei der Oldtimer-Ausstellung hätte ich gern mehr erfahren zu Baujahr und vielleicht zur "Geschichte" der Autos - sie waren so sorgfältig gepflegt, es waren sichtbar Liebhaber­-Stücke.

"Schule früher und heute" - vieles hat mich an meine eigene Grundschulzeit erinnert­ Schiefertafel, Schwämmchen mit Band am alten Schulranzen, Tintenfass... - mit wie viel Begeisterung sich etliche Besucher- auf den alten Fotos und Klassenkameraden in alten Heften wieder erkannten - es war einfach schön. Fast neidisch konnte man darüber werden, wie viel an bunten Materialien, Vorlagen jetzt Schülern und Lehrern zur Verfügung stehen- wobei die Bewältigung des Alltags, die Verarbeitung der tausendfältigen täglichen Eindrücke durch unendliche Medien, Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten für beide Seiten nicht einfacher geworden ist.

Die Dame in der Hospitalgasse "alte Stadt - altes Handwerk", die von ihrer Großmutter ganz viel Wissen über Kräuter gelernt hat, dies Wissen

mit viel Liebe pflegt und weiter gibt, hat mich sehr beeindruckt- ebenso die Damen, die wunderbare alte Spitzenhöschen und Hemdchen aus den Vorräten der Frauensteiner gesammelt und wie in der „guten alten Zeit“ gewaschen und aufgehängt haben - eine an dem warmen Sommertag mehr als schweißtreibende Arbeit. Der Seiler, der für ein kleines Mädchen ein Sisal-Seil hergestellt hat- es wurde auch gleich zum Seilhüpfen eingeweiht. Die Dame, die selbst gebackenen Kuchen und Kaffee zugunsten des Festes verkauft hat, ein Herr, der mit ganz viel Akribie alte Instrumente aus dem Fernmeldewesen für die Ausstellung wiederhergestellt hat und alle Funktionen erklärte- es war zu spüren, mit wie viel Herzblut er dabei ist. Beim Kartoffel schälen denke ich jetzt an den Erfinder des Zwiebelhobels und eben des Kartoffelschälers, beim Radio hören an den Vater von Max Grundig.

Die vielen Frauensteiner, die sich Kostüme aus der alten Zeit genäht hatten, die Musikschule, ganz leckeres Essen beim letztjährigen Schützenkönig. Die Unterkunft in der Jugendherberge war so schön - und wir sind mit einem köstlichen Frühstück verwöhnt worden.

Es gäbe noch so vieles, was erwähnt werden sollte - sagen Sie bitte allen, die mitgewirkt haben, ein ganz herzliches Dankeschön!

Mit guten Wünschen und herzlichen Grüßen


Dr. Anna Niederberger